Technologien

Am 18. Februar 2009 wurde die Breitbandstrategie der Bundesregierung veröffentlicht. Deren Ziel ist die kurzfristige flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und langfristig der flächendeckende Aufbau von Hochleistungsnetzen. Ein wesentlicher Bestandteil der Breitbandstrategie ist die Nutzung von Synergien beim Infrastrukturausbau, da der Aufbau von Hochleistungsnetzen und die Anbindung abgelegener Gegenden an das Breitbandinternet umso schneller und kostengünstiger erfolgen kann, je effizienter bestehende Infrastrukturen mitgenutzt werden. Als Maßnahme 2 der Breitbandstrategie der Bundesregierung wurde Folgendes festgelegt:
"Die Bundesnetzagentur wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kurzfristig mit dem Aufbau eines Infrastrukturatlas beginnen. Sie wird dabei, soweit möglich, konzeptionelle Vorarbeiten der Wirtschaft und der Breitbandinitiativen der Länder berücksichtigen."

Aufgabe:

  • Entwicklung und Inbetriebnahme einer browserbasierten Software-Lösung für bundesweite Fach- und Geobasisdaten basierend auf einem relationalen Datenbanksystem und einem Geografischen Informationssystem. Ablösung einer im Einsatz befindliche Desktop GIS-Fachanwendung.
  • Entwicklung und Umsetzung eines mehrstufigen Sicherheitskonzepts mit starker Authentifizierung für den sicheren Zugriff auf die Anwendung durch einen festgelegten Personenkreises über das Internet. 
  • Entwicklung scriptgesteuerter Routinen zur Überführung sehr heterogener Eingangsdaten in standardisierte Datenbankstrukturen eines zuvor entwickelten Datenmodells.

Umsetzung:

Der Infrastrukturatlas (ISA) wurde für die Projektgruppe gleichen Namens bei der Bundesnetzagentur entwickelt. Datenhaltung, Anwendungs- und Datenlogik sowie das Kartenrendering erfolgen aus einer Oracle Umgebung heraus (Oracle Enterprise Server mit Spatial und WebLogic Server als Application Server).

Bei der Entwicklung des WebGIS-Clients kam Application Express (APEX) zum Einsatz. Der Desktop-GIS-Client ist das mit GDV-MapBuilder entwickelte BNetzA-GIS. Mit einem Plugin zur Erzeugung von GeoPDF-Dokumenten wurde dessen Funktionalität zudem erweitert. 
Aufgrund des hohen Schutzbedarfs der verwendeten Infrastrukturdaten sind zwei Oracle 12c Datenbanken mit Spatial-Erweiterung für den Infrastrukturatlas im Einsatz. Eine Datenbank befindet sich im Intranet der Bundesnetzagentur, beinhaltet sämtliche verfügbare Infrastrukturdaten und wird ständig um Inhalte erweitert. Neue Geo-Datensätze werden dabei mit speziell für die ETL-Software FME (Feature Manipulating Engine) entwickelten Prozessierungs-Scripten (Workbenches) in die Datenbank überführt. 
  
Ein Synchronisationsmechanismus stellt sicher, dass eine zweite, vom Intranet abgeschottete Datenbank, lediglich die Daten enthält und über das Internet zur Verfügung stellt, die auch von Benutzern des WebGIS benötigt werden bzw. für diese freigegeben wurden. Neben den besonderen Anforderungen des Datenschutzes konnten so auch die Ansprüche an die Performance der Internet-Anwendung erfüllt werden. 

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